12.04.07

Linksammlung Autobiographie Social software, Web 2.0 Websites

08.04.07

SEMINARPROGRAMM

16.04.
Einführung, Themen

23.04.

Hermeneutische Deutungsansätze (19. Jh.):

- Wilhelm Dilthey, Georg Misch
- Textbeispiel/ -Passagen: Goethe Dichtung und Wahrheit

30.04.

Psychologische Verstehenskonzepte:

- Sigmund Freud, Bruce Mazlish
- Text I: Karl Philipp Moritz Anton Reiser
- Text II: Thomas Bernhard Die Kälte
07.05.
Entwicklungen des 20. Jh.:
- Text I: Manfred Schneider Die erkaltete Herzensschrift /Manfred Frank Die Unhintergehbarkeit von Individualität
- Text II: Almut Finck: Autobiographisches schreiben nach dem Ende der Autobiographie.
14.05.

Gattungstheorie:

- Text I: Philippe Lejeune Der autobiographische Pakt
- Text II: Paul de Man Autobiographie als Maskenspiel

21.05.
Projekt Analyse von autobiographischen Websites:
- http://eternity4all.com; www.wikibios.com; http://dandelife.com; http://www.biowriters.net/; http://www.youtube.com/profile?user=geriatric1927; http://www.hoerportrait.de/; http://secondlife.com/
04.06.

Textbeispiel Gottfried Benn:

- Lebensweg eines Intellektualisten 1933 & Doppelleben 1950
- Subjektproblematik & Rechtfertigungsliteratur nach 1945

11.06.
Textbeispiel Heiner Müller: (oder Teilnehmerbeiträge)

- Krieg ohne Schlacht 1992
- Gastvortrag David Beikirch (?)
18.06.
Das autobiographische Gedächtnis: biologisch-kulturelle Grundlagen

- Harald Welzer Was ist das autobiographische Gedächtnis, und wie entsteht es?
- Katherine Nelson Erzählung und Selbst, Mythos und Erinnerung: Die Entwicklung des autobiographischen Gedächtnisses und des kulturellen Selbst
25.06.
Projektentwicklung Websites/ Politische Autobiographie/ Teilnehmerbeiträge
02.07.
Ghostwriting:
- Gastvortrag Rohnstock Autobiographien

09.07.
Projektentwicklung Websites/ Politische Autobiographie/ Teilnehmerbeiträge

16.07.
Abschlusssitzung
Email: selbsterzaehlungen@web.de

06.04.07

Projekttutorium: Selbsterzählungen – Konstruktion und Rekonstruktion von Subjektivität in Autobiographien

Autobiographien sind eigentümliche Texte. Sie werden in unserem Kulturkreis von den meisten Menschen als Zeugnisse mit einem exquisiten Wahrheitsbezug wahrgenommen. In ihnen äußert sich der jeweilige Autor zu einem Thema, zu dem er einen privilegierten, wenn nicht gar ausschließlich ihm vorbehaltenen Zugang hat: seinem eigenen Leben. Innerhalb unseres Projekttutoriums sollen gängige Betrachtungs- und Deutungsmuster bezüglich des Phänomens „Autobiographie“ einer kritischen Untersuchung unterzogen werden. Im Mittelpunkt steht dabei der Protagonist der Autobiographie als Funktion innerhalb des Textes und in seiner Funktion für den Autor. Diese Repräsentation des Ich im Text steht vor dem Hintergrund eines durch (geistes)geschichtliche Entwicklungen der sog. Moderne stark erschütterten Selbstverständnisses in Frage. Der Begriff des eigenen Selbst wird zum existenziellen Problem. Wie wird dieser Bruch an Beispielen moderner und jüngster Autobiographien sichtbar? Lassen sich beispielsweise anhand aktueller neurobiologischer Einsichten in physiologische Grundlagen autobiographischen Erinnerns Rückschlüsse auf die Möglichkeiten autobiographischen Schreibens ziehen? Ausgehend von einem einführenden gattungsgeschichtlichen Überblick und einer erzähltheoretischen Einordnung wollen wir neuere Forschungspositionen auf Beispiele moderner Autobiographien (G. Benn, T. Bernhard) beziehen. Darüber hinaus erweitern wir den Blick auf das Phänomen Ghostwriting / Prominenten-Autobiographie und Selbstdarstellung in bildender Kunst und modernen Medien (Weblogs, Videotagebücher u.ä.). Zu einzelnen Themen stehen Gastvorträge auf dem Programm. Das PT steht Studierenden sämtlicher Fachbereiche offen. Informationen & Seminarprogramm unter selbsterzaehlungen@web.de. PT Mo 12-14 wöch. DOR 24, 1.307 J. Pohlmann/ C. Löschner-Al Khatib.